MIttelformat oder Kleinbild

Filmmaterial und Fotochemie

Der Übersichtlichkeit halber habe ich meine kurze Filmübersicht von der Seite „Analoge Ausrüstung“ ausgelagert.

Ich beziehe meine Rollfilme entweder bei Foto Görner (hier am liebsten) in Dresden, oder bestelle sie über gleich über macodirect. Für Sparfüchse empfehle ich macodirect, wer allerdings auch für den Fortbestand kleiner, privater Fotolabore (z.B. Foto Görner in Dresden) sorgen will, der sollte dort kaufen – bei bestimmten Artikeln sind sie manchmal auch günstiger und eine kleine Fachsimpelei gibt’s auch noch dazu. Entwickeln lasse ich meine Filme (Rollfilm und Kleinbild) natürlich bei Foto Görner. Nur meine Schwarzweißfilme nicht, die entwickle ich selber.

Filme

Ich habe nun schon einige Filme durchprobiert und habe mittlerweile die für mich passenden gefunden. Meine Auswahl ist natürlich rein subjektiv und die muss auch jeder für sich selbst treffen.

  • Bergger Pancro400Bergger Pancro400

Einer meiner Lieblings-S/W-Filme im Bereich ISO400. Nutze ich wirklich sehr gern. Lässt sich auch gut in Rollei Supergrain pushen (N+2) und dann wird er richtig knackig. Werde ich mir auch fürs Großformat zulegen.

  • Fujicolor Print 400 (KB)

Holla die Waldfee, der hat mich aus den Socken gehauen. Ein wirklich guter Farbnegativfilm, der mit einer kräftigen Farbwiedergabe bei sehr geringem Korn überzeugen kann.

  • Fujifilm Pro 160NS

Ist dem Kodak Ektar 100 durchaus ebenbürtig und Ideal für Landschaftsaufnahmen. Ich mag ihn sehr, auch wenn er mittlerweile echt unverschämt teuer ist.

  • Fujifilm Pro 400H

Fuji400H

Einer meiner liebsten Farbfilme im Bereich ISO400.

  • Fujifilm Neopan Acros 100

Fuji Neopan Acros 100

Mein Favorit unter den ISO100-S/W-Filmen. Ich liebe ihn einfach. Werde ich definitiv auch im Großformat probieren.

  • Fujifilm Velvia 50

    Maisfeld, Fuji Velvia 50, Mamiya RB67 Pro-S, Sekor K/L 127mm
    Im Maisfeld

Mein liebster Diafilm. Einfach nur wow, was er an Farben abliefert.

  • Ilford HP5 Plus (ISO400)

Grünewalder Lauch V

Ein richtiger Allrounder, aber sowohl der Tri-X400 als auch der Pancro400 gefallen mir besser. Hab noch einige Blatt für die Linhof da, die ich noch aufbrauchen werde. Danach geh ich wohl über zu Kodak. Mal sehen.

  • Ilford Pan F Plus (ISO50)

IlfordPanF

Gefällt mir sehr gut und ist mittlerweile der einzige Ilford-Film, den ich nutze.

  • JCH Street Pan 400

Hände weg von dieser Mogelpackung. Es handelt sich dabei um eine völlig überteuerte Umwidmung des ursprünglich als Verkehrsüberwachungsfilm gedachten Agfa 400S. Der selbe Film wird fast zum halben Preis als Rollei Retro 400S verkauft. Beim JCH Street Pan 400 bezahlt man nur den Namen „Japan Camera Hunter“, der einem letztlich jedoch nichts bringt. Also, lieber den Rollei kaufen.

  • Kodak Ektar 100
Sonnenaufgang auf dem Lilienstein
Sonnenaufgang auf dem Lilienstein

Sehr angenehme Farbwiedergabe, mein Favorit unter den farbigen ISO100-Filmen. Ich liebe ihn einfach für Landschaftsfotos, vor allem bei Gegenlicht.

  • Kodak Portra 160

Vanessa - Kodak Portra 160 (RB67)

Für Portraits erste Wahl, neben seinem ISO400-Bruder.

  • Kodak Portra 400

Vanessa - Kodak Portra 400 (RB67)

Perfekter Portraitfilm in meinen Augen. Leider exorbitant teuer.

  • Kodak Tri-X 400

Nikon FM2 mit Kodak Tri-X 400

Der Klassiker unter den S/W-Filmen mit Charakter und genau den liebe ich. Erstaunlicherweise mag ich ihn nur im Mittelformat, im Kleinbild finde ich ihn nicht wirklich gut.

  • Rollei Retro 400S

Ein sehr kontrastreicher ISO400-S/W-Film. Genau nach meinem Geschmack. Für Portraits nicht ganz so uneingeschränkt geeignet, aber für Stillleben und Street dafür umso mehr.

  • Rollei RPX25

Wenn es mal sehr hell ist, dann ist er eine Überlegung wert. Hab ich auch als Planfilm da und werde ihn demnächst verstärkt nutzen.

  • Rollei RPX400

Hat ebenfalls Charakter, den ich sehr mag.


Ein paar Worte zu Fuji

Ich mag Fuji sehr, die Kamera meiner Frau – eine X-M1 – und das X-System allgemein sind wirklich klasse, aber ihre Filmsparte ist eher abschreckend. Nicht, dass die Filme schlecht wären, im Gegenteil die sind spitze und teilweise besser als die Pendants von Kodak und Ilford. Aber irgendwie schrumpfen sie ihr Angebot kontinuierlich zusammen. Zuletzt wurde die Einstellung des sehr beliebten Sofortfilms FP-100C angekündigt. Vor ein paar Wochen verkündete Fuji zudem eine allgemeine Preiserhöhung für ihre Filme. Die Fuji-Filme sind ohnehin schon teurer als die von Kodak, Ilford, Agfa und Rollei. Noch liegt der Unterschied bei unter einem Euro pro Rollfilm, aber wenn sie so weiter machen, wird wohl bald die 1-Euro-Marke geknackt. Einerseits das Angebot eindampfen und andererseits die Preise anziehen, das kann doch nur schief gehen. Ich hoffe, Fuji überdenkt zeitnah mal seine Strategie, sonst verlieren sie bald ein gutes Stück ihrer Identität. (Stand 2016)

Auch der allseits verehrte Acros ist nun dem Rotstift zum Opfer gefallen. Jetzt heißt es, Restbestände aufkaufen und in den Frost packen. Der Acros verkauft sich wie geschnitten Brot und trotzdem stellen sie ihn ein?!

Fotochemie

Da ich nun mittlerweile meine Schwarzweißfilme selber entwickle, komme ich nicht umhin mich mit dem Thema Fotochemie zu beschäftigen. Als Testfilm dient derzeit meist der Kodak Tri-X 400, da ich den sehr mag.

Entwickler

  • Kodak T-max

Der erste Entwickler, den ich getestet habe. Laut Datenblatt sollte er im Verhältnis 1:4 mit Wasser gemischt werden, ich habe mich jedoch aus Kostengründen für ein Verhältnis 1:9 entschieden. Dafür gibt es im Netz auch für alle möglichen Filme die entsprechenden Zeiten. Ist recht teuer, aber in meinen Augen sein Geld auch wert.

  • Kodak HC-110

Macht was er soll und liefert sehr gute Ergebnisse. Werde ich wohl vor allem für meine Großformat-Experimente verwenden.

  • Rollei Supergrain

Harmoniert sehr gut mit dem Rollei Retro 400S bzw. JCH StreetPan 400 (siehe oben) und ist ebenfalls sehr ergiebig. Ist derzeit mein liebster Entwickler, auch für den Bergger Pancro400.

  • Fotospeed FD10

Mit ihm ist es mir gelungen, einen vollkommen versauten Fuji Acros zu retten. Mit ihm kann man den Acros N+4 entwickeln und trotzdem brauchbare Ergebnisse erzielen. Ist allerdings wirklich nur eine Notlösung. Ansonsten gibt es für den FD10 nicht so viele Zeiten für meine benutzten Filme zu finden, bzw. habe ich mich da auf andere Entwickler eingeschossen.