Digitale Ausrüstung

Mein erster Vollformat-Body musste leider erstmal zum Nikon Service-Point, da es immer wieder zum „Card Error“ kam und die Hauptplatine defekt war 🙁 Nun ist sie wieder bei mir und funktioniert ohne Probleme. (Ein Hoch auf den Nikon Service Point in Dresden, deren Mitarbeiter hier ihr Möglichstes getan haben, um mir schnell und unkompliziert zu helfen.) Nun ist sie wieder bei den freundlichen Nikon-Mitarbeitern gelandet, denn meine D750 ist vom Verschluss-Problem betroffen und der AF scheint auch ein Luder zu haben. Langsam habe ich das Gefühl, dass meine D750 ein Montagsexemplar ist.
Letztlich nutze ich den AF so gut wie gar nicht mehr, da ich fast ausschließlich mit Objektiven mit manuellem Fokus arbeite.
Die Belichtungsmessung funktioniert zuverlässiger als bei der D7000, der Weißabgleich liefert nun auch bessere Ergebnisse.
Obgleich sie doch etwas preisintensiv ist, habe ich den Kauf nicht bereut und kann die D750 nur empfehlen. Sie ist meine Traumkamera!

Kam im Kit mit der D750. Dem ersten Anschein nach ist sie sehr scharf, auch bei Offenblende, aber vignettiert etwas stärker. Ich nutze es kaum noch. Ich decke fast des gesamten Brennweitenbereich mit Festbrennweiten ab, die dem 24-120 deutlich überlegen sind. Der Autofokus ist auf jeden Fall sehr schnell. Ein Tacken schneller, als ich das vom 16-85mm DX gewohnt bin. Der VR arbeitet sehr effektiv und nagelt das Sucherbild förmlich fest.
Welch Zwiespalt, es ist sehr scharf und löst hervorragend auf, auch der AF ist super, aber diese Vignette ist schon brutal. Vor allem im Bereich von 85mm ist es grauenvoll, wie dunkel die Ecken werden. Die Vergütung ist top, Gegenlicht ist gar kein Problem, Flares und Co treten fast gar nicht auf.
Ich nutze es fast gar nicht mehr und habe es erstmal verliehen.

Mein zweites Objektiv der Sigma ART-Serie und es steht dem 35er in Nichts nach, im Gegenteil, es ist sogar noch besser. Knackscharf, sehr gutes Bokeh und fixer Autofokus. Kein Vergleich mit dem Nikon AF-S 50mm f/1.8G. Es ist wirklich ein super Objektiv und ich nutze es sehr oft. Was mich am 50er und allen Objektiven der ART-Serie stört, ist der fehlende Wetterschutz.
Nach der anfänglichen Euphorie muss ich mir leider eingestehen, dass ich auch dieses ART-Objektiv nicht so richtig mag. Es ist nicht schlecht, aber die Milvus-Linsen haben mich einfach derart überzeugt, dass ich das Sigma fast gar nicht mehr nutze. Es wird aus verkauft, ich weiß nur noch nicht, wann.

  • ZEISS Milvus 1.4/25M ZF.2

Mein viertes Objektiv der Zeiss Milvus-Serie. Es ersetzt das 24mm Sigma, das ich zwar gut finde, aber trotzdem nicht zu meiner Art der Fotografie passt. Das Milvus hingegen wartet mit einem präzise verstellbaren Fokus und Wetterschutz auf. 82mm Filtergewinde sind zwar unüblich, deckt mein Filtersystem aber auch noch ab. Als einziges Objektiv meiner Milvus-Objektive besitzt es eine interne Fokussierung, es fährt also nichts aus. Verarbeitet ist das 25er Zeiss-typisch perfekt und es liegt optimal in der Hand. Auf den Punkt genau Fokussieren ist damit gar nicht so leicht, der Fokus-Confirm der D750 ist da meist etwas ungenau, aber Live-View hilft. Die Bildqualität ist über jeden Zweifel erhaben, ein typisches Milvus halt. Auch dieser Kauf ist einfach nur unvernünftig gewesen, aber was soll’s, ich liebe es!

Mein drittes Objektiv der Zeiss Milvus-Serie. Und zugleich mein viertes 50mm Objektiv. Es ist das lichtschwächste 50er, das ich besitze, „nur“ f/2. Dafür ist es ein Makroobjektiv, das über den gesamten Fokusweg eine konstante Blende besitzt. Es ist ein Allrounder, wie es zu neudeutsch heißt; Natur, Portraits, Makros und noch einiges mehr, das alles kann man mit ihm fotografieren.
Es erzeugt den typischen Zeiss-Look und ist optisch über jeden Zweifel erhaben. Auch das Bokeh ist Milvus-typisch cremig. Ich ziehe es dem 50er Art mittlerweile immer öfter vor, weil mir das Arbeiten damit einfach besser gefällt.

Was für ein Brocken! Schwer, groß und nur manueller Fokus. Unvernünftig? Definitiv! Sauteuer? Auf jeden Fall! Und trotzdem liebe ich es und bereue den Kauf nicht. Es ist knackscharf und zaubert doch ein sehr cremiges Bokeh. Es ist mein zweit-bestes Bokeh-Objektiv. Das 50er Art von Sigma ist schon sehr gut, das Milvus ist jedoch der Bokeh-Vize-König, nach dem Milvus 2/135.
Mit der Milvus-Reihe hat Zeiss einen großen Wurf gelandet. Denn neben der hervorragenden Verarbeitung, den erstklassigen optischen Leistungen ist es auch noch gut gegen äußere Wettereinflüsse geschützt. Es lässt sich auch sehr gut fokussieren. Man merkt sofort, dass das Milvus ein reinweg fürs manuelle Fokussieren konzipiertes Objektiv ist. Der Fokusring läuft weit (270°) und sehr weich, ohne irgendwelche Verzögerungen und ohne Schwammig zu sein. Da kann kein Autofokus-Objektiv mithalten, schon gar nicht die Nikkore mit ihren teilweise lächerlich kurzen Fokuswegen.

Da ich extrem begeistert vom 85er Milvus bin und auf der Suche nach einer längeren Brennweite für Portraits war, kam für mich eigentlich nur das 135er Milvus in Frage. Nach nun schon einiger Zeit und vielen Shootings damit bin ich immer wieder hellauf begeistert. Es erzeugt einen Look, der einfach nur genial ist. Und das Bokeh ist sogar noch cremiger als beim 85er Milvus. Der Kauf hat sich auf jeden Fall gelohnt, auch wenn die gleichen Aussagen bezüglich Preis und Vernunft wie beim 85mm Milvus gelten.

Ich habe eine Weile mit mir gerungen, ob ich mir dieses Fish-Eye zulegen soll. Am Ende habe ich es gemacht, da es sowohl für Milchstraßen- und Landschaftsfotos, als auch in der Hochzeits-fotografie einsetzbar ist. Es ist bei Offenblende schon sehr scharf, abgeblendet wird es Rasiermesser-scharf. Die Farben werden sehr lebendig wiedergegeben. Dank der 12mm Brennweite fällt der Fish-Eye-Effekt nicht ganz so stark aus, wie z.B. bei dem 16mm Nikkor-Fish-Eye. Daher ist es auch wirklich gut für die Landschaftsfotografie einsetzbar. Dennoch nutze ich es nicht zu oft, da der Effekt sich sonst zu sehr abnutzen würde. Es ist trotzdem eine absolute Kaufempfehlung.

  • Helios 44M 2/58

Ein krasser Gegensatz zu meinen extrem scharfen und perfekt auflösenden Milvus-Linsen. Dafür hat es aber seinen ganz eigenen Charme. Kam letztens mit der Post aus der Ukraine bei mir an.

Es ist eine absolute Exotenlinse für besondere Effekte. Das alte Leitz Projektor-Objektiv wird von Frank Baeseler in Handarbeit zu einer Quetschlinse umgebaut. Die Blende lässt sich logischerweise nicht verstellen und auch sonst ist es sehr speziell, vor allem in der Benutzung. Aufmerksamkeit durch umstehende Personen ist damit garantiert. Ich nutze es recht selten, da man sich an diesem Tilt-Effekt schnell satt sieht. Ich habe es trotzdem oft dabei, man weiß ja nie.

Auf meiner Wunschliste stehen noch drei Milvus-Objektive, das 2.8/18, das 1.4/35 und das 1.4/50. Mal sehen, wann meine Fotokasse wieder gefüllt genug für eins davon ist. Außerdem steht da noch ein Super-Tele, das Nikkor AF-S 200-500mm f/5.6E und tatsächlich auch eine Kamera: die Nikon Df und eventuell die D850 als Nachfolger für meine D750.


* Affiliate-Link. Wenn ihr über diesen Link einkauft, unterstützt ihr mich, da ich eine kleine Provision bekomme. Euch entstehen keinerlei Nachteile, weder preislich noch in irgend einer anderen Form.