Digitale Ausrüstung

Mein erster Vollformat-Body musste leider erstmal zum Nikon Service-Point, da es immer wieder zum „Card Error“ kam und die Hauptplatine defekt war 🙁 Nun ist sie wieder bei mir und funktioniert ohne Probleme. (Ein Hoch auf den Nikon Service Point in Dresden, deren Mitarbeiter hier ihr Möglichstes getan haben, um mir schnell und unkompliziert zu helfen.) Nun ist sie wieder bei den freundlichen Nikon-Mitarbeitern gelandet, denn meine D750 ist vom Verschluss-Problem betroffen und der AF scheint auch ein Luder zu haben. Langsam habe ich das Gefühl, dass meine D750 ein Montagsexemplar ist.
Die ISO-Leistung ist, soweit ich das testen konnte, überragend. Bis ISO6400 ist fast kein Rauschen zu sehen und ISO12800 ist auf jeden Fall noch nutzbar. Bei ISO12800 hat die D750 noch mehr Dynamik-Reserven als die D7000 bei ISO1600. Gefühlt ist die D750 was das Rauschverhalten bzw. die ISO-Leistung betrifft 3 Blenden besser.
Allgemein liefert der Sensor mehr Dynamikumfang. Zur Verteidigung der D7000 muss ich aber auch sagen, dass hier über 3 Jahre technischer Fortschritt dazwischen liegen.
Der Autofokus ist verdammt schnell und hat auch bei schwierigen Lichtsituationen kaum Probleme. Die Fokusfelder sind recht zentral angeordnet, was mich aber nicht sehr stört.
Die Belichtungsmessung funktioniert zuverlässiger als bei der D7000, der Weißabgleich liefert nun auch bessere Ergebnisse. Sehr gut ist die automatische Belichtung auf die Lichter, erspart mir viel Verschwenk- und Belichtunsgspeicherarbeit ^^
Obgleich sie doch etwas preisintensiv ist, habe ich den Kauf nicht bereut und kann die D750 nur empfehlen. Sie ist meine neue Traumkamera!

Mein neues, Vollformat-taugliches Ultraweitwinkel. Ich habe mich dafür entschieden, weil es ein Filtergewinde besitzt und ich meine ND- und meinen Polfilter weiter nutzen kann. Außerdem war es gebraucht recht günstig zu haben. Für das hochgelobte Nikon 14-24mm zahlt man fast das Doppelte, genauso wie für das neue Tamron 15-30mm f/2.8.
Es ist optisch ein Leckerbissen, abgesehen von der teilweise sehr deutlichen tonnenförmigen Verzeichnung. Schon bei Offenblende ist es sehr scharf.
So begeistert ich am Anfang war, ich nutze es so gut wie gar nicht mehr. Es bleibt sogar meist zuhause, wenn ich losziehe.

Kam im Kit mit der D750. Dem ersten Anschein nach ist sie sehr scharf, auch bei Offenblende, aber vignettiert etwas stärker. Ich nutze es kaum noch. Ich decke fast des gesamten Brennweitenbereich mit Festbrennweiten ab, die dem 24-120 deutlich überlegen sind. Der Autofokus ist auf jeden Fall sehr schnell. Ein Tacken schneller, als ich das vom 16-85mm DX gewohnt bin. Der VR arbeitet sehr effektiv und nagelt das Suchebild förmlich fest.
Welch Zwiespalt, es ist sehr scharf und löst hervorragend auf, auch der AF ist super, aber diese Vignette ist schon brutal. Vor allem im Bereich von 85mm ist es grauenvoll, wie dunkel die Ecken werden. Die Vergütung ist top, Gegenlicht ist gar kein Problem, Flares und Co treten fast gar nicht auf.
Ich nutze es fast gar nicht mehr und werde es vielleicht nach der diesjährigen Hochzeitssaison verkaufen. Es passt einfach nicht zu meiner Art zu fotografieren.

Mein Makro-Objektiv, das auch als Portraitbrennweite eine ganz gute Figur macht. Es ist schon bei Offenblende Makro-typisch sehr scharf. Das Bokeh ist angenehm weich und bleibt auch abgeblendet ansehnlich. Allerdings neigt das 105er zu CAs, die sich durch Abblenden reduzieren lassen und mit Lightroom zum Großteil korrigieren lassen. Es ist nicht gerade ein Leichtgewicht, aber dafür sehr rebust gebaut. Der VR ist gut, aber meistens ist der Bildstabi bei mir sowieso deaktiviert. Das 135mm Milvus und das 50mm Milvus machen es überflüssig und deswegen verkaufe ich wohl bald es wieder.

Mein drittes ART-Objektiv von Sigma. Es ist genauso gut wie auch meine beiden anderen ART-Objektive. Sehr scharf schon bei Offenblende und es hat für ein Weitwinkelobjektiv ein sehr angenehmes Bokeh. Es verzeichnet etwas, aber das lässt sich in LR leicht korrigieren. Bei Offenblende vignettiert es auch leicht, das ist jedoch eine Eigenschaft, die ich sehr mag. Die Fotos wirken damit lebendiger und weniger „flach“.
Nach dem ersten Shooting war klar, dass ich auch für das 24er den Fokus mit dem Dock an meine D750 anpassen musste. Nicht so viel wie beim 50er, aber trotzdem eine Erwähnung wert.

Mein zweites Objektiv der Sigma ART-Serie und es steht dem 35er in Nichts nach, im Gegenteil, es ist sogar noch besser. Knackscharf, sehr gutes Bokeh und fixer Autofokus. Kein Vergleich mit dem Nikon AF-S 50mm f/1.8G. Es ist wirklich ein super Objektiv und ich nutze es sehr oft. Was mich am 50er und allen Objektiven der ART-Serie stört, ist der fehlende Wetterschutz.
Da ich demnächst etwas mehr Menschen Fotografieren werde, wird es mir sicherlich noch sehr gute Dienste erweisen. Brautpaarfotos und Portraits sind damit einfach eine Wonne.
Die beiden ART-Sigmas lassen sich übrigens auch herrlich manuell fokussieren, der Fokusring läuft weich und der Verstellweg ist auch nicht zu kurz. An die Milvus-Serie von kommen sie natürlich nicht heran.
Nun habe ich ich mich dazu durchgerungen mir das Sigma-Dock* zu bestellen um beide ART-Linsen (24er und 50er) perfekt auf meine D750 abstimmen zu können.

Mein drittes Objektiv der Zeiss Milvus-Serie. Und zugleich mein viertes 50mm Objektiv. Es ist das lichtschwächste 50er, das ich besitze, „nur“ f/2. Dafür ist es ein Makroobjektiv, das über den gesamten Fokusweg eine konstante Blende besitzt. Es ist ein Allrounder, wie es zu neudeutsch heißt; Natur, Portraits, Makros und noch einiges mehr, das alles kann man mit ihm fotografieren.
Es erzeugt den typischen Zeiss-Look und ist optisch über jeden Zweifel erhaben. Auch das Bokeh ist Milvus-typisch cremig.

Was für ein Brocken! Schwer, groß und nur manueller Fokus. Unvernünftig? Definitiv! Sauteuer? Auf jeden Fall! Und trotzdem liebe ich es und bereue den Kauf nicht. Es ist knackscharf und zaubert doch ein sehr cremiges Bokeh. Es ist mein zweit-bestes Bokeh-Objektiv. Das 50er Art von Sigma ist schon sehr gut, das Milvus ist jedoch der Bokeh-Vize-König, nach dem Milvus 2/135.
Mit der Milvus-Reihe hat Zeiss einen großen Wurf gelandet. Denn neben der hervorragenden Verarbeitung, den erstklassigen optischen Leistungen ist es auch noch gut gegen äußere Wettereinflüsse geschützt. Es lässt sich auch sehr gut fokussieren. Man merkt sofort, dass das Milvus ein reinweg fürs manuelle Fokussieren konzipiertes Objektiv ist. Der Fokusring läuft weit (270°) und sehr weich, ohne irgendwelche Verzögerungen und ohne Schwammig zu sein. Da kann kein Autofokus-Objektiv mithalten, schon gar nicht die Nikkore mit ihren teilweise lächerlich kurzen Fokuswegen.

Da ich extrem begeistert vom 85er Milvus bin und auf der Suche nach einer längeren Brennweite für Portraits war, kam für mich eigentlich nur das 135er Milvus in Frage. Klar, Sigma hat ein 135mm f/1.8 ART angekündigt, aber das braucht ja noch ewig bis es ausgeliefert wird. Also ist es das Milvus geworden. Nach den ersten drei Shootings bin ich hellauf begeistert. Es erzeugt einen Look, der einfach nur genial ist. Und das Bokeh ist sogar noch cremiger als beim 85er Milvus. Der Kauf hat sich auf jeden Fall gelohnt, auch wenn die gleichen Aussagen bezüglich Preis und Vernunft wie beim 85mm Milvus gelten. Deswegen werde ich auch meinen Objektivfuhrpark nicht komplett auf die Milvus-Serie umstellen, auch wenn ich das gern wöllte. Ich kann nicht anders und stelle nun doch Stück für Stück auf Zeiss um …

Ich habe eine Weile mit mir gerungen, ob ich mir dieses Fish-Eye zulegen soll. Am Ende habe ich es gemacht, da es sowohl für Milchstraßen- und Landschaftsfotos, als auch in der Hochzeits-fotografie einsetzbar ist. Es ist bei Offenblende schon sehr scharf, abgeblendet wird es Rasiermesser-scharf. Die Farben werden sehr lebendig wiedergegeben. Dank der 12mm Brennweite fällt der Fish-Eye-Effekt nicht ganz so stark aus, wie z.B. bei dem 16mm Nikkor-Fish-Eye. Daher ist es auch wirklich gut für die Landschaftsfotografie einsetzbar. Dennoch nutze ich es nicht zu oft, da der Effekt sich sonst zu sehr abnutzen würde. Es ist trotzdem eine absolute Kaufempfehlung.

  • Helios 44M 2/58

Ein krasser Gegensatz zu meinen extrem scharfen und perfekt auflösenden Milvus-Linsen. Dafür hat es aber seinen ganz eigenen Charme. Kam letztens mit der Post aus der Ukraine bei mir an.

Es ist eine absolute Exotenlinse für besondere Effekte. Das alte Leitz Projektor-Objektiv wird von Frank Baeseler in Handarbeit zu einer Quetschlinse umgebaut. Die Blende lässt sich logischerweise nicht verstellen und auch sonst ist es sehr speziell, vor allem in der Benutzung. Aufmerksamkeit durch umstehende Personen ist damit garantiert. Ich nutze es recht selten, da man sich an diesem Tilt-Effekt schnell satt sieht. Ich habe es trotzdem oft dabei, man weiß ja nie.

Auf meiner Wunschliste stehen noch zwei Milvus-Objektive, das 2.8/18 und das 1.4/35. Mal sehen, wann meine Fotokasse wieder gefüllt genug für eins davon ist. Außerdem steht da noch ein Super-Tele, das Nikkor AF-S 200-500mm f/5.6E.


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