Analogausrüstung

Analoge Ausrüstung

Mittelformat

  • Mamiya RB67 Pro-S
Die Mamiya RB67 fotografiert mit der Pentax 645
Die Mamiya RB67 fotografiert mit der Pentax 645

Sie war bis zur Anschaffung der Hasselblad mein analoges Arbeitstier, Baujahr zwischen 1974 und 1990 (wohl eher in Richtung 1974). An ihr ist alles mechanisch. Sie ist in meinen Augen der Inbegriff von purer Fotografie (mal abgesehen vom Großformat). Dieser riesige Lichtschachtsucher ist ein Gedicht, vor allem mit der Lupe ist Scharfstellen ein Klacks. Der Prismensucher (ohne Belichtunsgmessung), den es dafür gibt ist okay. Schwer (fast 1kg) und klobig, aber trotzdem nicht sonderlich hell. Fokussieren macht damit nicht so viel Spaß. Also lieber das Geld sparen und beim Lichtschachtsucher bleiben.

  • Mamiya Sekor C 65mm f/4.5

Habe ich für einen Schnäppchenpreis defekt erworben. Der Lamellen des Zentralverschluss hingen, aber die Zeiten liefen nach Gehör sauber ab. Entgegen den Aussagen des Verkäufers waren auch schon Ansätze von Fungus hinter dem Frontelement zu sehen. Also habe ich das Objektiv komplett zerlegt und gereinigt. Die Lamellen vom Zentralverschluss waren gut verharzt, aber mit viel Geduld, Wattestäbchen und ein bisschen Reinigungschemie läuft jetzt alles wieder recht zuverlässig. – Nicht zuverlässig genug, ich muss es scheinbar nochmal zerlegen. Zum Glück macht mir diese Fummelei an alter Technik Spaß, sonst würde ich mir das wohl nicht antun.

  • Mamiya Sekor C 90mm f/3.8

Die kurze Standardbrennweite an der RB67. Rein haptisch schon sehr „pur“, nur Metall und Glas. Entspricht vom Bildwinkel ungefähr einem 45mm an Kleinbild und ist daher sehr universell einsetzbar. Es ist optisch ohne Fehl und Tadel, kontrastreich und scharf. Obacht bei Portraits, da es bei reinen Gesichtsportraits mit dem 90er schon zu perspektivischen Verzeichnungen (große Nase, kleine Ohren) kommt.

  • Mamiya Sekor K/L 127mm f/3.5

Unterscheidet sich schon rein äußerlich von den anderen RB67-Objektiven: glatter und schlichter kommt es daher. Nicht mehr dieses rohe Design der Sekor C Objektive, sieht fast wie ein Sekor Z für die RZ67 aus. Vom Bildwinkel her entspricht es reichlich 60mm an KB. Ist eine Ergänzung zum 90mm. Die größere Offenblende ist zwar marginal, aber durch die längere Brennweite doch spürbar.
Es erzeugt ein samtweiches Bokeh und sehr scharf ist es auch noch. Deswegen ist es mein Immerdrauf für die RB67.

 

  • Mamiya C330 Professional
Mamiya C330
Mamiya C330

Meine erste funktionierende TLR habe ich für einen absoluten Schnäppchenpreis bekommen. Sie ist, wie die RB67, ein Brocken, schwer und robust. Trotzdem liegt sie recht gut in der Hand, was sie der RB67 voraus hat. Durch sie bin ich auf den Geschmack des 6×6-Formats gekommen. Ich nutze die C330 trotzdem kaum noch, da die Hasselblad doch um einiges handlicher und zudem noch flexibler ist.
Die Preise steigen wohl wieder. Eine C330 mit 80/2.8 ist nicht mehr unter 250€ zu bekommen.

  • Mamiya Sekor C 80mm f/2.8

Standard-Brennweite für die C330. Nachdem ich den Fungus vom ersten Exemplar nicht wegbekommen habe, habe ich ein zweites Exemplar bei Ebay ersteigert. Sehr scharf und ein schickes Bokeh zaubert es auch, inklusive ein bisschen Swirl.

  • Mamiya Sekor Super 180mm f/4.5

Telebrennweite und Portraitobjektiv für die C330. Heiliger Bimbam, das Teil ist der Hammer. Sehr sanftes Bokeh und trotzdem richtig knackig scharf. Steht dem 180mm der RB67 in nichts nach. Ich würde sogar behaupten, dass es noch etwas besser als dieses ist.

  • ADOX Golf 63

Diese eher unscheinbare Kamera habe ich für nicht mal 7€ bei Ebay erstanden. Ich bin gespannt, wie sie sich so schlägt. Der Verschluss hängt leider etwas, sodass ich sie mal einer kleinen Wartung unterziehen werde.

  • Hasselblad 500C und 500C/M
Hasselblad 500C
Hasselblad 500C

Nun habe ich es doch getan und sie gekauft. Eine 500C für meinen Sohn und eine 500C/M für mich. Ich habe mich ehrlich gesagt etwas in die Kamera verliebt, tolles Design und trotzdem sehr funktional. Für eine Mittelformat-Kamera sind die 500C bzw. die 500C/M erstaunlich kompakt. Leider hatte ich ein paar Probleme mit dem Filmtransport bei zwei Magazinen. Beim einen gab es zwischen den ersten beiden Fotos eine großzügige Überlappung und beim anderen wurde der Film teilweise gar nicht transportiert und ich musste mit der Kurbel am Magazin nachhelfen. Es gibt dafür jedoch eine Anleitung im Reparaturanleitung im Netz und ich habe mich mal an beiden Magazinen zu schaffen gemacht. Mit Uhrmacherwerkzeug, etwas Ballistol und reichlich Fingerspitzengefühl habe ich beide Magazine wieder flott gemacht. Bin da schon ein bisschen stolz auf mich 😉

  • Hasselblad 2000FCW

Das Hasselblad-Virus hat mich nun vollkommen im Griff und ich musste einfach zuschlagen. Die 500C/M ist ein tolles Gerät und Zentralverschluss ist auch was feines, doch gerade bei Fotos im Sommer ist die 1/500s doch manchmal etwas lang und ich wünsche mir eine kürzere Verschlusszeit. Die 2000FCW bietet mir mit ihrem Schlitzverschluss genau das, eine kurze 1/2000s. Das bringt mir 2 Blenden mehr Spielraum. Auch werden Mehrfachbelichtungen durch die Kamera ermöglicht, ohne den Umweg über das Abnehmen des Magazins wie bei der 500er-Serie. Zudem gibt es für die 2000FCW neben allgemein etwas lichtstärkeren Objektiven auch noch das Überobjektiv, das Zeiss 110mm F2 Planar, was auch eines Tages in meine Sammlung wandern wird.

  • Carl Zeiss Distagon-C 4/50

Mein Weitwinkelobjektiv für die Hassi. Günstig ersteigert auf Ebay, und endlich ein Objektiv in der schönen, silbernen Ausführung. Es ist schwer, sauschwer, aber optisch finde ich es wirklich gut. Eine Verzeichnung kann ich kaum erkennen. Es ist etwas Gegenlichtanfällig, aber auf eine sehr charmante Art. Abhilfe wird hier vielleicht das Kompendium schaffen.

  • Carl Zeiss Planar-C 80mm f/2.8 T*

Das Standard-Objektiv der 500er-Reihe von Hasselblad. Ich mag es ganz gern, wobei mich die große Naheinstellgrenze etwas stört. Dafür ist es aber in Sachen Schärfe über jeden Zweifel erhaben. Und ein schönes Bokeh zaubert es auch noch.

  • Carl Zeiss Makro-Planar-CF 4/120 T*

Leichtes Tele-Makro, das schon der CF-Serie mit Prontor-Verschluss angehört. So wirklich ein Makro-Objektiv, wie es sie für Kleinbildkameras gibt, ist es nicht, da es nur einen maximalen Abbildungsmaßstab von 1:4,5 ermöglicht. Für meinen Einsatzzweck, bildfüllende Gesichtsportraits und Blumen-/Naturaufnahmen, ist es dagegen perfekt geeignet. Es ist schon bei Offenblende extrem scharf und erzeugt trotzdem ein butterweiches Bokeh. Es ist mein Immerdrauf-Objektiv für die 500C/M, da es einfach perfekt zu meiner Fotografie passt.

  • Carl Zeiss Sonnar 150mm F4 T*

Portraitbrennweite für die 500er Serie von Hasselblad. Ich wollte es eigentlich verkaufen und gegen das 180mm Sonnar der CF-Serie tauschen, doch es ist für meine Zwecke eigentlich vollkommen ausreichend.

  • Carl Zeiss Sonnar 150mm F2.8

Portraitbrennweite für die Hasselblad 2000FCW. Nur ein Wort dafür: großartig! Das Fokussieren damit erfordert allerdings einige Präzision, da die Tiefenschärfe bei f/2.8 im Bereich der Naheinstellgrenze doch sehr dünn ist.

Kleinbild

Der Kauf hat sich gelohnt, sie ist ein wirklich feines Gerät (Baujahr 1968 oder 1969). Es ist ein völlig anderes Fotografieren als mit einer Spiegelreflexkamera. Dank Zentralverschluss ist sie zudem extrem leise, dass man denken könnte sie hat noch gar nicht ausgelöst. Außerdem ermöglicht er Blitzsynchronzeiten von 1/500s. An ihr ist ein 45mm-Objektiv fest verbaut, dass mit f/1.6 schon recht lichtstark ist. Es ist nicht nur lichtstark, es ist auch relativ scharf und erzeugt bis ca. f/2.8 ein angenehmes Bokeh. Die lediglich 5 Blendenlamellen sorgen bei kleineren Blenden für eine etwas unschöne Unruhe im unscharfen Teil des Bildes. Leider hat sich der Filmtransport als unzuverlässig erwiesen (zwei Filme wurden „schön“ in Falten gelegt und somit zerstört) und sie steht deshalb erstmal wieder im Regal.
Ich war gespannt, ob mir das Konzept des Messsuchers zusagt. Es gefällt mir sogar sehr, das manuelle Fokussieren ist damit ein Kinderspiel. Die Konica hat bei mir die Lust nach mehr geweckt, und mich dazu gebracht, mir die Nikon S2 zu kaufen. Aber bis eine Leica M3 oder M6 zu mir stößt, wird wohl leider noch eine gefühlte Ewigkeit vergehen. Da wird wohl eher eine Mamiya 6 in mein Regal wandern ^^

Ihagee Exakta Varex VX
Ihagee Exakta Varex VX

War ein Weihnachtsgeschenk von meinen Großeltern für meine Frau und mich. Sollte eigentlich ein Vitrinenstück sein, um unsere Reflekta II zu ergänzen. Aber meine Neugier hat gesiegt und ich habe sie wieder zum Laufen gebracht. Beim ersten Film gab es keine einzige Fehlbelichtung, also laufen die Zeiten hinreichend exakt (macht ihrem Namen da alle Ehre) ab. Und lichtdicht ist sie auch. Ich habe durch ein paar Recherchen herausgefunden, dass unsere Exakta wohl aus dem Jahr 1952 stammt.
Einzig den originalen Lichtschachtsucher habe ich durch einen von VEB Rheinmetall, den ich schon hatte, getauscht. Das Glas vom originalen Sucher war schon sehr matt und nicht mehr zu gebrauchen.
Ihre Bedienung ist etwas ungewohnt und umständlich und deswegen ist sie als Immer-dabei-Kamera für mich eher weniger geeignet.
Gut erhaltene, funktionstüchtige Exemplare der Exakta Varex VX (meist späteres Baujahr als meine) mit dem 50/2.8 sind derzeit für unter 200€ zu bekommen.

Diese wunderbare Kamera (die meistgebaute Messsucherkamera von Nikon) habe ich über Ebay von einem Verkäufer aus Japan erstanden. Seit ich die Konica Auto besitze fasziniert mich das Messsucher-Prinzip. Die Nikon S2 ist zwar in Europa nicht so bekannt, wie eine Leica M3 aus der gleichen Zeit, steht ihr aber in vielen Aspekten in Nichts nach. Sie ist robust gebaut, gut verarbeitet und in meinen Augen wunderschön. Mein Exemplar dürfte der Seriennummer nach zu urteilen um 1956 entstanden sein. An ihr befindet sich das 5cm 1:1.4 Nikkor-S.C., seinerzeit das lichtstärkste Objektiv mit Normalbrennweite für Messucherkameras. Leider besitzt sie keinen Parallaxenausgleich und es gibt auch keine einblendbaren Leuchtrahmen für andere Brennweiten. Letzteres bot erst der Nachfolger, die Nikon SP.
Bei der S2 gilt es die Augen nach guten Angeboten offen zu halten. Mein Exemplar hat inklusive Einfuhrabgaben ca. 410€ gekostet. Aufgrund der Seltenheit in Europa werden für vergleichbar gut erhaltene Exemplare hierzulande bis zu 1600€ verlangt. Es lohnt sich der Blick in die USA oder nach Japan, wo sie deutlich günstiger angeboten werden (meist zwischen 500 und 800€ zzgl. Einfuhrabgaben).

Nikon FM2n
Nikon FM2n

Die letzte rein mechanische Spiegelreflex von Nikon. Die FM2 hat einen vollmechanischen Verschluss, der 1/4000s als kürzeste Belichtungszeit (Weltrekord für mechanische Verschlüsse seinerzeit) schafft. Der Vorteil der FM2n gegenüber der FM2 (auch wenn sie offiziell nie FM2n genannt wurde) sind der hellere Sucher und die Blitzsynchronzeit von 1/250s statt 1/200s.
Die FM2 ist ein mechanisches Sahnestück und sie sie läuft und läuft und läuft, der VW Käfer unter den Kameras was die Zuverlässigeit betrifft. Der Sucher ist ein Traum, hell und groß. Sie liegt natürlich nicht so perfekt in der Hand wie meine D750, sie ist trotzdem angenehm zu bedienen.
Vor allem das Einlegen des Films ist bei ihr ist im Prinzip identisch mit dem bei der Nikon S2 und klappt einwandfrei. Der Filmtransport läuft butterweich und hakelt nicht … ein himmelweiter Unterschied zur Konica, die da so ihre Probleme hat.
Da die Kamera sehr beliebt und weit verbreitet war, gibt es viele Angebote und der Preis ist entsprechend moderat. Gute Exemplare gibt es, ohne Objektiv, bereits ab 150€.

Sie gilt als Meilenstein in der Geschichte der Profikameras von Nikon, die erste Profi-SLR mit Autofokus. Sie ist ein schweres Biest, ohne Frage. Doch sie ist dadurch extrem robust. Außerdem ist sie sehr flexibel, da man bei ihr den Blendenhebel umklappen kann und somit, bis auf die neuesten Objektive ohne Blendenring (die nur mit Einschränkung), alle Nikkore an ihr nutzen kann, eben auch die vor der Ai-Ära. Der Sucher ist ein Gedicht, groß und hell. Mein Exemplar hat am Anfang etwas rumgezickt und hat nach jeder Auslösung gemeint, der Film wäre voll. Ein Tipp im Netz, einfach mal einen Film zu opfern und durchzuspulen war die Lösung. Jetzt läuft sie wieder, wie sie sollte.
Der Belichtungsmesser arbeitet sehr zuverlässig und damit auch die Belichtungsautomatik.

  • Nikkor 28mm f/2 Ai-S

Reportagebrennweite für meine FM2. Manchmal sind die 50mm einfach nicht passend und es muss etwas weiter sein. Trotz der kürzeren Brennweite ist es mit f/2 doch recht lichtstark. Klar, optisch kann es mit modernen Objektiven gleicher Brennweite nicht mithalten, aber dafür hat es Charakter und das zählt. Gerade bei Offenblende zeigt sich eine sehr verträumte Weichheit, die mir sehr gefällt.

  • Nikkor 50mm f/1.2 Ai-S

Metall und Glas, mehr braucht es nicht, um ein tolles Objektiv zu bauen. Das 50mm f/1.2 ist natürlich nicht so knack-scharf wie das 50mm ART von Sigma, aber es hat dafür mehr Charakter. Und genau das gefällt mir. Dem alten Nikkor 55mm f/1.2 Q.C, das ich auch mal hatte, ist es in allen Belangen überlegen. Es ist schärfer, hat das schönere Bokeh und zeigt auch nicht ganz so starke chromatische Aberrationen. Eine Herausforderung stellt das genaue Fokussieren damit dar, bei f/1.2 ist die Tiefenschärfe wirklich hauchzart.
Wurde bis vor wenigen Jahren noch von Nikon gebaut und vertrieben. Seine Beliebtheit spiegelt sich im Preis wieder, mit 400-500€ muss gerechnet werden.

Großformat

  • Linhof Kardan Color 

Linhof Kardan

Meine erste Großformatkamera, deren Kauf ich irgendwie nicht vermeiden konnte. Sie war ein absolutes Schnäppchen bei Ebay und kam zusammen mit zwei Objektiven und vier 9x12cm-Planfilmkassetten. Sie ist ein echtes Schwergewicht, aber eben auch für die Ewigkeit gebaut. Da Planfilme in 9x12cm seltener sind als die etwas größeren 4×5 Zoll Pendants, habe ich auf 4×5″-Kassetten umgestellt.
Warum eigentlich Großformat? Es ist in meinen Augen der logische Schritt, da ich ein paar Dinge, die ich so im Kopf habe, weder im Kleinbild, noch im Mittelformat so ohne weiteres umsetzen kann. Dafür bedarf es den Verstellmöglichkeiten einer Großformatkamera. Zudem bietet das 4×5-Großformat die 15-fache Fläche vom Kleinbild, da habe ich einfach riesige Reserven was die Auflösung betrifft. Vor allem, wenn man anfängt, sich seine Fotos in sehr großen Formaten an die Wand zu hängen, ist das durchaus ein Argument. Bei meiner ersten Tour mit ihr kamen gleich zwei interessierte Kinder zu mir und fragten, was das für ein Ding sei.

  • Carl Zeiss Jena Tessar 16,5cm f/4.5

Normalobjektiv für die Linhof und recht lichtstark für ein Großformatobjektiv. Es ist steinalt und der Verschluss schafft nur wenige verschiedene Zeiten, mal sehen ob ich es allein schon deshalb mal durch ein 150mm Schneider-Kreuznach ersetze. Jetzt gilt es erstmal damit zu üben und deswegen habe ich da keinen Druck, etwas zu ändern. Es ist trotz seines Alters und der sehr einfachen optischen Bauweise erstaunlich scharf.

  • Schneider-Kreuznach Super Angulon 75mm f/8

Mein Weitwinkelobjektiv für die Linhof, entspricht vom Bildwinkel ganz grob einem 24mm im Kleinbildformat. Es sitzt auf einer versenkten Platine, die einen besonderen Kabelauslöser nötig macht. Zur Verarbeitung muss ich nichts sagen, es ist halt ein Schneider-Kreuznach. Mein Exemplar leidet auch nicht an Schneideritis und sieht von den Linsen her aus wie neu. Es ist auch optisch ohne Tadel, sehr scharf und kontrastreich.

  • Schneider-Kreuznach Symmar-S 210mm f/5.6 MC

Wurde mir wärmstens empfohlen und schließt die Lücke zwischen dem 165mm und dem 300mm. Es ist einfach nur sagenhaft, was das 210mm abliefert. Perfekte Schärfe und trotzdem ein butterweiches Bokeh.

  • Schneider-Kreuznach Symmar 300mm f/5.6

Dieses Biest ist eigentlich für das 8×10-Format gedacht und besitzt einen entsprechend riesigen Bildkreis. An meiner Linhof funktioniert es ab einer Entfernung von ca. 1,5m, was für Portraits vollkommen in Ordnung ist. Dafür habe ich fast keine Beschränkungen in den Verstellungen.
Es ist das einzige meiner Großformatobjektive mit einem elektronisch gesteuerten Zentralverschluss. Das ist einerseits doof, weil es die Batterien dafür nur gegen den Verkauf der eigenen Seele gibt, andererseits ermöglicht der Verschluss exakte Belichtungszeiten von bis zu 32s. Ich habe mir übrigens mit einer bei Ebay erhältlichen Adapter-Lösung über das Batterieproblem hinweggeholfen.

  • Horseman Rollfilmmagazine (6×9 und 6×12)

Planfilm ist teuer, sowohl in der Beschaffung als auch in der Entwicklung, weswegen ich auf den Rat meiner liebsten Filmverkäuferin gehört habe und mir zuerst ein 6×9 und jetzt auch noch ein 6×12 Rollfilmmagazin von Horseman zugelegt habe. So kann ich die Vorteile der Linhof mit ihren Verstellmöglichkeiten mit den Vorteilen von Rollfilm kombinieren. Vor allem wenn es farbig sein soll, ist Großformat mittlerweile keine wirkliche Option mehr.
Das 6×9-Magazin werde ich wohl für mein 6×17-Panorama-Kamera-Projekt opfern und es zerlegen, damit ich dessen Filmspulfunktionalität nutzen kann.


Auch wenn meine Frau es nicht hören will, es gibt noch einige Kameras, die auf meiner Wunschliste stehen:

  • Hasselblad 503CW
  • Hasselblad 1600F (der Startpunkt der Legendenbildung von Hasselblad)
  • Intrepid 4×5 und 8×10
  • Leica M3/M6
  • Leica Leicaflex SL2
  • Linhof Master Technika 4×5 (dafür würde die Kardan Color mich wieder verlassen)
  • Linhof Technorama 617S III
  • Mamiya 6/7
  • Mamiya Universal Press
  • Nikon F Photomic
  • Nikon FM3a
  • Nikon SP/S3
  • Nikkormat FT/FTn/FT2
  • Pentacon Six TL
  • Pentax 67