Morgenstund‘ hat Gold im Mund

Sonnenaufgang auf dem Lilienstein

Trotz Eiseskälte hat es mich im Februar in aller Frühe auf den Lilienstein verschlagen. Schwer bepackt ging es die unzähligen Stufen hinauf. Ich war im Gegensatz zu einem Ausflug im November nicht allein da oben, ein anderer Fotograf baute sein Stativ an der berühmten Wetterkiefer auf. Ich blieb etwas weiter westlich und nutzte eine andere Kiefer als Vordergrund. Den herrlichen Sonnenaufgang konnten wir beide somit ungestört genießen und natürlich auch fotografieren.

Obwohl ich mein recht neues Zeiss Milvus 1.4/25 an die D750 geschnallt und mit hochgeschleppt hatte, habe ich mal wieder fast komplett auf Analog gesetzt. Die D750 verkommt bei mir zunehmends zum Belichtungsmesser. Warum sollte ich sie auch nutzen, wenn Film mir so viel mehr gibt? Nicht nur beim Fotografieren selbst, sondern auch im Ergebnis finde ich Film mittlerweile erfüllender.

Alle, die technisches Gedöns nicht interessiert, können den Absatz gleich überspringen. Aufgenommen habe ich das Foto mit der Hasselblad 500C/M, die mich bei der Kälte bei einigen Fotos im Stich gelassen und nur unzuverlässig ausgelöst hat. Da muss ich wohl auch mal an die Mechanik ran. Vor die 500C/M habe ich das Zeiss 50mm f/4 Distagon geschnallt und auf f/5.6 abgeblendet, bei einer Belichtungszeit von 1/125s. Zum Einsatz kam mal wieder mein Lieblingsfarbfilm, der Kodak Ektar 100. Das ist in meinen Augen einfach der beste Farbnegativfilm, den es derzeit für Landschaftsfotografie gibt.

Ich war mal wieder bei Görner, gerade beim Scannen von ein paar Diafilmen, als mit die Negative und Kontaktabzüge von meinem Lilienstein-Ausflug gereicht wurden. Beim Betrachten war mir sofort klar, dass ich auch das obige Foto gleich mit scannen musste. Sowohl der Imacon-Scanner als auch der Nikon 9000 bei Görner sind einfach um Welten besser als meine Epson-V600-Gurke. Der Scan ist wirklich klasse und wanderte gleich nachdem ich ihn ausgefleckt hatte wieder zu Görner. Ich habe mir dort einen 50x50cm großen FineArt-Druck anfertigen lassen und das Foto ziert nun mein Arbeitszimmer. Erst in dieser Größe kommt es so richtig zur Geltung und entfaltet seine ganze Wirkung.

1 Comment

  1. Sehr warmes Licht. Ich bin wieder einmal davon überzeugt, dass es nichts Schöneres als die Natur gibt. Der Fotograf sieht Schönheit immer in kleinen Dingen.

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