Ein Junggesellinnenabschied in Dresden

JGA

Mich schrieb vor einiger Zeit meine ehemalige Kommilitonin Dana an und fragte an, ob ich Lust hätte, den Junggesellinnenabschied einer Freundin zu fotografieren. Klar hatte ich Lust! Aber auch keine Ahnung. Ich hatte vorher noch nie sowas fotografiert. Ich kenne zwar die Fotos vom Junggesellinnenabschied meiner Frau, aber die sind im Studio entstanden. Als Inspiration sind die nicht so richtig zu gebrauchen. Naja, wofür gibt es denn sonst Pinterest, als sich Anregungen zu holen? Da Dana leider nicht dabei sein konnte, stimmte ich mich im Vorfeld mit Jenny ab. Auch sie ließ mir ein paar Anregungen zukommen. Kreativitätsseitig war ich ganz gut vorbereitet, dachte ich. Und im Gegensatz zur Offenen Bühne, war es dann auch tatsächlich so.

Und so kamen nun 8 Mädels aus Leipzig ins wunderschöne Dresden und als Überraschung für die Braut gab es ein Fotoshooting. Zuerst lotste ich alle zum Canaletto-Blick. Dort gibt es so einen schicken Rahmen, den die Mädels gleich in Beschlag nahmen. Sie halbwegs koordiniert zu positionieren war dann teilweise meine Aufgabe. Ich hatte vor dem Shooting ein paar Bedenken, ob ich so viele Mädels gebändigt bekomme, aber die Bedenken waren vollkommen überflüssig. Auch wenn nicht alles gleich auf Anhieb perfekt war, nach wenigen, kurzen Anweisungen war es das. Mädels, ihr wart klasse! Und die Idee mit den weißen Sommerkleidern fand und finde ich noch immer spitze.

Die zweite Station führte uns nur ein paar Meter weiter Richtung Elbe auf eine frisch gemähte Wiese. Dort waren zum Glück nicht viele Menschen und wir konnten sie großflächig in Beschlag nehmen. Es war sehr cool, dass auch die Mädels Ideen im Kopf hatten und die auch offen angesprochen haben. So konnten wir einige verschiedene Konstellationen auf Fotos bannen. Ein bisschen Klischee muss ja sein, also haben wir natürlich auch ein Sprungfoto gemacht. Ein paar Seifenblasen und logischerweise auch die Dresdner Altstadt als Kulisse rundeten das Bild ab. Ich hatte im Vorfeld mit Jenny darüber beraten, wo wir das Shooting stattfinden lassen sollten. Ich bin der Meinung, wir haben die richtige Wahl getroffen. Wir hatten Platz und Zeit, unsere Fotoideen umzusetzen, ohne dass ständig andere Menschen durch Bild gelaufen wären.

Der Anblick der Dresdner Altstadt ist zwar herrlich, aber wir wollten auch mal einen anderen Hintergrund nutzen. Also gingen wir weiter, vorbei am Glockenpavillion. Die kleine Allee vor dem Japanischen Palais haben wir genauso genutzt um ein paar Fotos zu machen, wie anschließend die Mauer oberhalb des Elbradweges. Alle 8 setzten sich drauf und lachten mit der Sonne um die Wette. Damit wäre ich auch schon beim Wetter, das besser nicht hätte sein können. Zur sommerlichen Sonne gesellten sich ein paar Wolken; regelrechtes Postkartenwetter.

Kurze Zeit später war es an mir, den Mädels zu Füßen zu liegen. Ich lege mich ja gern mal für gute Fotos in den Dreck oder wie in diesem Fall auf die Wiese. So eine ungewöhnliche Perspektive bringt ein bisschen Abwechslung in die Bilder. Außerdem sorgt es für allgemeine Erheiterung, wenn da 8 Frauen über einem liegenden Mann stehen. Und so bekamen wir auch gleich mal männlichen Besuch von einem schon gut angeheiterten anderen Junggesellenabschied. Ein Glück behelligten sie uns nur kurz …

Anschließend ging es weiter in den Palaisgarten. Die Sandsteinmauer von der Aussichtsterrasse dort ist einfach ein hervorragender Hintergrund. Vor allem wenn man noch ein bisschen Efeu mit ins Bild nimmt. Allgemein ist es dort sehr schön, weswegen ich da auch schon mit Jessi war. Obwohl ich ja schwarzweiß sehr gern mag, bei den meisten Fotos vom Junggesellinnenabschied gefällt mir Farbe besser. Wirkt frischer und fröhlicher und passt damit mehr zum Anlass und auch zur guten Laune der Mädels.

Abschließend kann ich sagen, dass ich froh bin, den Auftrag bekommen und angenommen zu haben. Es hat nicht nur viel Spaß gemacht, ich bin auch mit den Ergebnissen vollkommen zufrieden. Also Falls ich wieder mal die Anfrage bekomme, einen Junggesellen-/Junggesellinnenabschied zu fotografieren, ich werde bestimmt wieder ja sagen.

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