Unterwegs in London

Unser Urlaub in London war geprägt vom Erkunden der Stadt. In London ist es empfehlenswert auf das auto zu verzichten, die öffentlichen Verkehrsmittel sind deutlich besser. In der Underground ist man unabhängig vom Straßenverkehr und etwas entspannter unterwegs, meistens auch schneller. Was man jedoch nicht unterschätzen sollte, ist die Wegstrecke, die man zu Fuß marschiert. Wir wind aber auch mit Absicht viel zu Fuß abgelaufen, einfach, um Ecken von London zu sehen, die sonst kaum jemand sieht. Außerdem wollten wir einige Drehorte der Serie „Sherlock“ besichtigen. Natürlich haben wir auch viel gesehen, dass typisch für London ist, so wie dieser rote Doppeldecker-Bus.

Und doch bietet London viel mehr. Zum Beispiel, wenn man über die Waterloo Bridge zum Queens Walk läuft. Dort gibt es Graffitis, vor allem unterhalb der Queen Elizabeth Hall. An sich ist das ein äußerst hässliches Gebäude, doch im Tiefgeschoss zeigt es seinen Charme. Es ist der wohl bekannteste Skatertreff in London und außerdem ein Drehort von Sherlock (Staffel 1 Folge 2 „The Blind Banker“). Das Titelfoto habe ich übrigens auf der Waterloo Bridge gemacht.

Etwas weiter in Richtung Süden, vorbei am London Eye, liegt die County Hall. An sich sehr bekannt, da es direkt neben dem London Eye liegt und sich darin unter anderem das Sea Life London Aquarium befindet. Doch das Gebäude hat auch noch nette Seiteneingänge, die meistens ignoriert werden. Nur als ich stehen blieb, um ein Foto zu machen, blieben auch mal andere Touristen stehen und bewunderten die Schönheit des Portals.

Unser Hotel lag im Stadtteil Kensington, nahe der Underground-Station Gloucester Road. Wir waren schon 2011 im Avni Kensington untergekommen und waren damals zufrieden, weswegen wir es wieder gebucht haben. Leider wurde das Hotel in dieser Zeit mächtig abgewohnt und ist keine Empfehlung mehr wert. Der Stadtteil Kensington hingegen ist es. Es ist einfach schön dort und vor allem abends zeigt sich seine Schönheit. Am Tag der Ankunft sind wir, trotz nass-kaltem Wetters, eine Runde spazieren gegangen. Nach ein paar Minuten waren wir auf der Straße Cranley Gardens angekommen. Sie mal entlangzulaufen ist eine herrliche Einstimmung auf den Urlaub gewesen. Verschiedenste Baustile zeichnen den Straßenzug aus und er ist ein Spiegelbild Londons.

Am vorletzten Tag haben wir unsere Travelcard nochmal richtig ausgenutzt und sind zum Queen Elizabeth Olympic Park gefahren. Der Park an sich ist schön angelegt, aber auch einigermaßen bekannt. Das Wohngebiet daneben zeigt den Wandel Londons viel deutlicher. An der High Street stehen alte Wohnblöcke direkt neben modernen Wohnanlagen. Vor allem die alten Mietskasernen räumen mit dem Vorurteil auf, dass es Plattenbauten nur auf der östlichen Seite des eisernen Vorhangs gegeben hätte.

All das sieht man nur, wenn man London zu Fuß erkundet und sich auch mal abseits der überlaufenen Sehenswürdigkeiten umsieht. Es gibt viel zu entdecken und das gilt nicht nur für London.

Klischee-Bilder werde ich hier natürlich auch noch zeigen, die gehören zu einer Reise einfach dazu 😉

2 Comment

  1. Wolfram Goldmann says: Antworten

    Hi Paul ! Tolle Fotos aus London,Ich hätte gänsehaut gehabt,in einer Stadt zu Fotografieren wo Harry Potter durch die dunklen Gassen schlich und James Bond mit seinem Auto entlang fuhr. Sorry! Warst Du Digital oder Analog in London ?L.G.Wolfram

    1. neugi85 says: Antworten

      Hallo Wolfram,
      Gänsehaut hatten wir nicht, dafür aber immer wieder Freude, einen Drehort von Sherlock (Holmes) gefunden zu haben.
      Aus logistischen Gründen war ich leider nur digital unterwegs.
      LG, Paul

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