Homeshooting mit Isabelle

Halterlose

Ich fotografiere mittlerweile lieber Menschen als Landschaften oder Natur. Macht mir einfach mehr Spaß. Und als neugieriger Mensch probiere ich gern vieles aus. Es war nun an der Zeit für die ersten Versuche in Sachen Aktfotografie. Wer Fachbücher über Fotografie, insbesondere Menschenfotografie, studiert, wird immer wieder auf dieses Genre stoßen. Es gibt in meinen Augen auch nichts verwerfliches an diesem Thema. Im Gegenteil, ästhetische Aktfotografie ist etwas schönes. Damit meine ich unter anderem die Arbeiten von Fotografen wie Peter Lindbergh, Helmut Newton und Jeanloup Sieff oder auch die der Boudoirfotografin Christa Meola. Mit den Arbeiten vom sehr umstrittenen Terry Richardson kann ich zum Beispiel nichts anfangen. Akt sollte sinnlich sein und am besten auch das Kopfkino in Gang setzen.

Nun war es vor einiger Zeit so weit, ich hatte Isabelle zu Gast in meinem Heimstudio (bzw. Wohnzimmer). Sie ist ein recht erfahrenes Aktmodel und machte es mir leicht, in das Thema einzutauchen und selber kreativ zu werden. Wir begannen mit Dessousfotos und nutzten lediglich das vorhandene Fensterlicht.

Fensterlicht ist schon was feines, eine schöne Mischung aus diffusem und gerichtetem Licht. Bei zwei anderen Outfits kam dann neben dem Fensterlicht auch noch ein Blitz mit großer Softbox zum Einsatz. Für ein Shooting macht so ein Stachel-BH durchaus Sinn, aber wozu braucht man dieses Teil sonst?

Nach und nach fielen die Kleidungsstücke und der Blitz übernahm nun die komplette Licht-Arbeit. Erstmal habe ich eine klassische Ausleuchtung probiert.

Das Licht ist zwar nett, aber auf Dauer langweilig und so habe ich gemeinsam mit Isabelle etwas herumexperimentiert und siehe da, ein Scheinwerfer-ähnliches Licht ist herausgekommen. Und weil ich nur diese blöden Stoffhintergründe zur Verfügung habe, die immer Falten werfen, habe ich Isabelle kurz entschlossen einfach vor eine Wohnzimmerwand gestellt. Das kleinen Unebenheiten der Rauhfasertapete stören überhaupt nicht.

Mir schwirrte noch eine Idee im Kopf herum, die wir bei diesem Licht auch gleich umgesetzt haben.

Es war ein wunderbares Shooting mit Isabelle und auch eine schöne Erfahrung. Ich kann, auch im Nachhinein betrachtet, nichts verwerfliches daran finden, als Mann Aktfotos von Frauen zu machen. Solange alles stil- und würdevoll bleibt, ist es ein Shooting wie jedes andere auch. Und deswegen war es nicht das letzte Mal, dass ich im Bereich Akt unterwegs war.

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