Analoge Fotografie – Fuhrparkzuwachs durch die Nikon FM2

Nikon FM2

Seit Ende 2015 beschäftige ich mich verstärkt mit Analogfotografie. Erst war ich mit der Pentax 645 unterwegs, bin dann zur Mamiya RB67 Pro-S gewechselt und möchte sie auch nicht mehr hergeben. Das Mittelformat und das besondere 6×7-Format sind für mich einfach unschlagbar. Letztens habe ich von meiner Lieblingsfilmverkäuferin bei Foto Görner ein Lob für einen perfekt gewickelten Rollfilm bekommen. Ja, die RB67 ist ein mechanisches Sahnestück und hat mich noch nie im Stich gelassen. Wenn nur das Gewicht der RB67 nicht wäre. Mittelformat ist ja sowieso zwangsläufig etwas größer und schwerer, aber die RB67 ist ein echter Brocken. Dagegen war die Pentax 645 ein zierliches Gerät. So zum täglichen Mitführen ist die Mamiya eher ungeeigent, auch wenn ich es aktuell wieder mache.

Aber ich habe ja auch zwei analoge Kleinbild-Kameras im Fundus, die Konica S1.6 Auto und die Ihagee Exakta Varex VX. Letztere ist eigentlich ein Vitrinenstück, funktioniert aber sehr gut, ist nur von der Bedienung etwas ungewohnt und nicht ganz so komfortabel. Also steht sie wieder im Wohnzimmer. Die Konica ist an sich eine sehr gute Kamera, super Objektiv mit Zentralverschluss und eigentlich super von der Handhabung. Leider ist ihr Filmtransport etwas unzuverlässig und hat mir einen Film in Falten gelegt, statt ihn aufzuspulen. Der Film war nicht zu retten und alle Fotos waren verloren. Also bin ich was ihre Benutzung angeht auch eher skeptisch und sie wird wohl zum Vitrinenstück werden, denn schick ist sie auch.

Was also tun, wenn man doch auch analoges Kleinbild nutzen will? Man schaut sich um, beliest sich und wartet auf eine günstige Gelegenheit. Als Nikon-Nutzer, guckt man natürlich auch, was es so von ebendieser japanischen Kameraschmiede gibt. Speziell im Bereich der Spiegelreflexkameras. Schließlich könnte ich so meinen Objektivfuhrpart nutzen, wenigstens teilweise. Außerdem liegen die Nikon Messsucher-Kameras preislich jenseits von gut und böse (1500-2500€ für eine S2 mit 50mm f/1.4). Die neueren SLR-Modelle, wie die F501 oder F60, kommen für mich nicht in Frage. Ich will analog pur, also keinen elektronischen Verschluss oder sonstige Spielereien, das Zeug geht nur kaputt. Da wird die Auswahl schon überschaubarer. F, F2, FM, FM2 oder die Nikkormat-FT-Modelle kämen da in Frage. Eine Nikkormat FT3 (hat im Gegensatz zur FT2 schon den AI-Mitnehmer) ist sehr schick und auch recht günstig zu bekommen, aber sie wird wohl erst etwas später zu mir stoßen. Die Nikon F und F2 finde ich zwar auch schick, aber die sind mir etwas zu teuer für das Geleistete. Stattdessen habe ich mich auf eine FM oder FM2 eingeschossen. Für die FM spricht der günstige Preis von ca. 100€ für ein mittelmäßig erhaltenes Exemplar (wie sehr manche ihre Kameras verkommen lassen ist mir ein Graus). Für die FM2 spricht die kürzeste Belichtungszeit von 1/4000s und für die Version FM2n spricht der hellere Sucher und die Blitzsynchronzeit von 1/250s.

Nach einiger Zeit des Wartens, bot jemand in einer Nikon-Fotobörse auf Facebook eine sehr gut erhaltene FM2n für einen unschlagbaren Preis an. Zusammen mit dem Nikkor 50mm f/1.2 Ai-S, das bei mir noch rumgeistert, habe ich die perfekte Street-Kombo. Robuste Technik ohne elektronische Spielereien, mit ausgewiesener Langlebigkeit. Ein Klassiker!

Zur Nikon FM2 und dem Nikkor 50mm f/1.2 Ai-S werde ich später mehr schreiben, wenn ich die ersten Filme vom Labor zurück habe. So viel vorab, das Fotografieren damit macht Laune. Auch die FM2 ist ein mechanisches Sahnestück, wenn man so will, dann ist sie das perfekte Kleinbild-Pendant zur Mamiya RB67. Verschluss, Blende und Filmtransport funktionieren vollkommen mechanisch und ohne Batterie. Die Kameras an sich bestehen beide eigentlich nur aus Metall und ein bisschen Belederung, die Objektive nur aus Glas und Metall. Beide sind gebaut für die Ewigkeit. Und so werde ich wohl noch lange Freude an beiden Systemen haben.

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