Über den Dächern Dresdens – ein paar Blicke vom Luisenhof

Blaues Wunder

Dresden hat mehr zu bieten als die historische Altstadt, die belebte Neustadt oder die Elbschlösser. Loschwitz und insbesondere der Luisenhof sind auch mal einen Abstecher wert. Vom Körnerplatz am Blauen Wunder erreicht man den Luisenhof sehr bequem mit der historischen Standseilbahn.

Leider ist der Luisenhof seit Mitte 2015 geschlossen, womit Dresden eine seiner beliebtesten Ausflugsrestaurants verloren hat. Die Aussichtsterrasse ist jedoch täglich von 10-20 Uhr geöffnet und kostenlos zu besichtigen. Ihre Schließung wäre wirklich ein Jammer, denn man hat von ihr einen schönen Blick über Dresden. Fotos von der Bergstation der Schwebeseilbahn sieht man ständig, welche vom Luisenhof sind eher rar gesät. Gerade das macht einen Ausflug dorthin so reizvoll. Fotos machen, die sonst kaum jemand macht.

Dresden Panorama
Panorama vom Luisenhof

Das Wetter war uns an dem Tag nicht so wohl gesonnen. Es wurde recht diesig und der Wind zog recht frisch um unsere Nasen. Und trotzdem finde ich die Fotos schön, vielleicht gerade wegen dem leichten Dunst und der begrenzten Sicht. So kommt noch mehr Tiefe ins Bild.
Übrigens ist ganz rechts im Panorama die Waldschlösschenbrücke zu sehen, oder eben fast nicht. Von wegen sie stört den Blick auf Dresden und würde des Gesamtbild zerstören. Im Gegenteil, in meinen Augen fügt sie sich perfekt in das Elbtal ein. So viel zu den ganzen Pfeiffen, die sich immer wieder über die Brücke aufregen. Aus verkehrlicher Sicht sind ihre Sinnhaftigkeit und ihr Nutzen sowieso unbestreitbar.

Nun aber zu einer anderen, seinerzeit sehr umstrittenen Brücke, der Loschwitzer Brücke. Sie ist jedoch eher unter dem Namen „Blaues Wunder“ bekannt. Sie ist Dresdens älteste noch original erhaltene Brücke, denn sie wurde als einzige im 2. Weltkrieg nicht zertört. Mittlerweile ist sie auch zu einem Wahrzeichen Dresdens geworden.

Blaues Wunder
Blaues Wunder – Blasewitz, Striesen und Strehlen

Ich habe den Blick vom Luisenhof auf das Blaue Wunder mal mit zwei verschiedenen Tele-Brennweiten abgelichtet. Das Foto oben ist mit 105mm fotografiert und man sieht schön, wie verdichtet alles durch die mittlere Telebrennweite wirkt. Übrigens ist das Foto mit dem 105mm Micro-Nikkor entstanden, das auch im Fernbereich eine sehr gute Figur macht. Zurück zum Foto. Rechts mittig ist die Christuskirche zu sehen, links mittig ist neben dem Turm der Versöhnungskirche der Turm des Ernemannbaus zu sehen. Letzteres Gebäude beherbergt mittlerweile die Technischen Sammlungen Dresden. Es steht wie kein zweites Gebäude für die Dresdner Fotogeschichte, war es doch früher Standtort von Ihagee und Pentacon. Natürlich ist auch das Blaue Wunder zu sehen, wie auch auf dem nächsten Foto.

Blaues Wunder II
Das Blaue Wunder im Fokus

Wie leicht zu erkennen ist, habe ich dieses Foto mit der Squeezerlens gemacht.

Die Frage, die bleibt ist, warum werden so wenige Fotos vom Blauen Wunder vom Luisenhof aus gemacht? Ganz einfach, die Altstadt befindet sich von hier aus gesehen nicht dahinter. Und das finden wohl viele Fotografen weinig reizvoll. Ich finde, man sollte Dresden nehmen wie es ist, es gibt viel zu entdecken, vor allem wenn man mal ausgetretene Pfade verlässt.

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  1. […] Mehr Fotos von unserem Ausflug zum Luisenhof findet ihr hier: neugi85.de. […]

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